Die langersehnten Herbstferien standen vor der Tür und trotz des ganzen Prüfungsstresses der letzten Zeit war ich bereit für ein neues Abenteuer. Nach kurzem Überlegen, wohin meine Reise gehen sollte, und einer groben Routenplanung, packte ich mein Fotoequipment zusammen, setzte mich auf mein Fahrrad und begab mich bei 2°C in Richtung Naturpark Eichenhain. Obwohl der Naturpark mit dem Fahrrad gerade einmal 12 km von meinem Zuhause entfernt ist, habe ich noch nie von ihm gehört, ebenso wenig von der Hagenbachklamm. Selbst im Internet fand ich kaum schöne Bilder. Daher dachte ich mir, dass das nicht alles sein kann. Wie schön müsse dieser Naturpark jetzt gerade im Herbst ausschauen!

Meine Überlegung stellte sich als wahr heraus, als ich schließlich ankam. Ein schmaler von Laub bedeckter Wanderweg, der schlangenförmig neben der Klamm verlief, offenbarte sich mir. Ich konnte es mir nicht verkneifen, an gewissen Stellen den steilen Hang hinunterzuklettern, um direkt aus dem Wasser heraus Fotos zu machen. Neben dieser herrlichen Natur blieb mir die Ruhe (kaum Menschen dort!), das wunderschöne Vogelzwitschern und die widerhallenden Greifvogelrufe, von der unweit entfernten Greifvogelzuchtstation, in Erinnerung.

Zusammenfassend gesagt, war es sozusagen eine Reise ins Unbekannte. Ich wusste nicht, was mich vor Ort erwarten würde. Umso mehr war ich daher überrascht, dieses Goldjuwel inmitten von Niederösterreich zu entdecken.